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Hagener Süßkirschenseiten |
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"Erhaltung der Süßkirschensortenbestände
in Hagen a.T.W. und Witzenhausen durch innovative Nutzung" Ein Modellvorhaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung Laufzeit 02/2007- verlängert bis 12/2010
1)
Ausgangslage und Vorarbeiten Seit dem Jahr 2004 werden am Jägerberg jeden Herbst unter Anleitung der AG Natur und Umwelt e.V. und unter tatkräftiger Mithilfe vieler Hagener Bürger junge Kirschbäume gepflanzt. Es handelt sich um eine große Anzahl alter Kirschsorten, die vom Pomologen Dr. Norbert Clement über Jahre gesammelt und gesichert wurden. Nun finden sie in Hagen eine neue Heimat. Von
März 2004 bis Februar 2006 führte dem Lehrstuhl für Obstbau
und Obstverwertung der
Fachhochschule Osnabrück in Zusammenarbeit mit dem Pomologen-Verein
e.V.,
der Gemeinde Hagen,
dem Touristikverein Hagen und dem Convivium Osnabrück von Slow Food Deutschland
e.V. ein Forschungsprojekt zur Indentifikation der in Hagen
existierenden Sortenvielfalt durch. Dieses Projekt wurde gefördert durch das Land Niedersachsen. Die
Ergebnisse dieser Vorarbeiten waren so überzeugend, dass ein sich
thematisch anschließendes Modellvorhaben beantragt und Anfang 2007 genehmigt
wurde.
Das Modellvorhaben wird in Kooperation mit der Kirschenstadt Witzenhausen durchgeführt. Wissenschaftlich betreut wird es durch den Lehrstuhl für Obstbau und Obstverwertung der Fachhochschule Osnabrück. Ziele und Inhalte Das Modellvorhaben will in seiner Laufzeit folgende Ziele erreichen: 1) Das Wissen um die Sortenbestimmung bei Süßkirschen wird ergänzt und vertieft. Hier war noch bis vor wenigen Jahren kaum mehr Wissen vorhanden! 2) Ein umfangreiches Süßkirschensortiments am Hagener Jägerberg wird aufgebaut und sukzessiv in einen Kirschlehrpfad umgebaut 3) Hagen ist inzwischen einer von 6 deutschen regionalen Genbankstandorten zur Erhaltung und Dokumentation von Süßkirschensorten in enger Abstimmung mit dem Pomologenverein e.V., mit dem Institut für Züchtungsforschung an Gartenbaulichen Kulturen und Obst des Julius Kühn-Institutes in Dresden-Pillnitz (Institutsteil Obstzüchtung) und dem Informations- und Koordinationszentrum für Biologische Vielfalt (IBV) der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE; Bonn). 4) Ausweisung von Kirsch-Wanderwegen 5) Einrichtung eines Kirschen-Informationszentrums (KIZ) 6) Erhaltung und Wiederbelebung des Süßkirschenanbaus und Sensibilisierung der Hagener Bevölkerung für Süßkirschensorten, den Streuobstanbau und seine ökologische Bedeutung Ausblick Hagen hat sich für die Kirsche entschieden ! Viele Dinge konnten durch die bisherige externe finanzielle Projektfinanzierung bereits auf den Weg gebracht werden. Aber es bleiben auch einige Aspekte, die nicht im Rahmen der Projekte bearbeitet werden können. Der wichtigste Aspekt ist die Nutzung der Hagener Kirschen. Die Entwicklung und Umsetzung von Produktideen ist nicht Gegenstand des Projektes, ist für den nachhaltigen Projekterfolg aber unerlässlich. Denn nur, wenn auch die Früchte eine sinnvolle und wertsteigernde Verwendung finden, erschließt sich langfristig der tiefere Sinn der Sortenerhaltung. „Esst, was Ihr retten wollt!“, dies ist schon lange die Devise des Vereins Slow Food e.V., der sich ebenfalls seit Jahren für die Kirschsorten Hagens einsetzt. •
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