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Früchte der
Lucienkirsche
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Typischer Baum der
Lucienkirsche
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Herkunft:
Die
Lucienkirsche wurde um 1800 vom Rentmeister Uellner auf dem Gut
Alt-Luneberg bei Bremerhaven aufgefunden und von dort auch in
andere Regionen verbreitet.
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Verbreitung:
Die
‘Lucienkirsche‘ stand schon in der zweiten Hälfte des 19.
Jahrhunderts regelmäßig auf den Sorten-Empfehlungslisten des Deutschen
Pomologen-Vereins. Sie dürfte vor allem im Nordwesten Deutschlands
verbreitet gewesen sein. Anfang der 1950er Jahre wurde die Sorte noch von
den Landwirtschaftskammern Weser-Ems und Bayern zur Anpflanzung empfohlen.
1962 findet sich ihr Name noch in einer Liste der „Handelsnamen für
Kern- und Steinobstsorten“ der Bundesobstsorten-Kommission.
In
den letzten Jahrzehnten war die ‘Lucienkirsche‘ deutschlandweit
in keinem Reisermuttergarten oder Obstbauinstitut mehr erhältlich und
musste insofern offiziell als verschollen eingestuft werden. Dass die ‘Lucien‘
andererseits in der Kirschgemeinde Hagen a.T.W. über Jahrzehnte die mit
Abstand häufigste und bekannteste Sorte des Ortes war und dort auch heute
noch zahlreich vertreten ist, zeigt, wie regional unterschiedlich sich
einst die Sortimente je nach den örtlichen Boden- und Klimaverhältnissen
sowie den (eher zufälligen) Einflussnahmen regionaler Baumschulen oder
Empfehlungen entwickelt haben.
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Fruchtmerkmale:
Mittelfrüh
blühend. Reift in der 3.- 4. Kirschwoche. Die Kirsche
verbleibt ohne zu platzen lang am Baum und kann über einen
Zeitraum von 10 – 14 Tagen geerntet werden. Die Früchte sind
blass gelb, sonnenseits gerötet.
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Verwendung:
Einmachfrucht,
vollreif auch aromatische Tafelkirsche. Laut Götz
(1970) gut für Obstbrand geeignet.
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Baummerkmale
und Anbauempfehlung:
Gesunde
Sorte, kaum anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Die Bäume
erreichen ein hohes Alter. Auch wenn die Sorte nicht zu den größten
und aromatischsten Süßkirschen zählen kann und helle Kirschen heute
auf dem Markt nicht mehr so gefragt sind, kann sie für den
Streuobstanbau dennoch empfohlen werden aufgrund der hohen
Baumgesundheit, der sicheren Erträge, des günstigen (beerntbaren)
Kronenaufbaus und der hohen Platzfestigkeit der Frucht. Die langsame
Abreife über einen Zeitraum von bis zu 14 Tagen ist für
Selbstversorger wie für Direktvermarkter gleichermaßen vorteilhaft.
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Wo
kann ich einen Baum dieser Sorte kaufen?
Die
Baumschule
Fels in Westerkappeln bietet unter anderem auch diese Sorte
zum Verkauf an. Gepflanzt wird in der Regel im Herbst oder im
Frühjahr. Bitte nehmen Sie Kontakt mit der Baumschule auf!
Wildkirsche
ist Baum
des Jahres 2010
Übrigens:
Der Baum des Jahres 2010 ist die Wildkirsche (auch Vogelkirsche
genannt). Sie ist die
verwandte Wildart unserer Kulturkirsche und von großem
ökologischem Wert. Auch auf Hagener gebiet stehen viele
Wildkirschbäume. Wenn Sie mehr über den Baum des Jahres 2010
erfahren möchten, klicken Sie HIER.
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